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Weichenstellung
für den
Schienengüterverkehr
von morgen.

Veröffentlicht am: 23. April 2026

Impuls Netzwerke > EANG Hamm > Aktuelles > Vom ehemaligen Rangierbahnhof zum Herzstück nachhaltiger Logistik

Mitten in NRW, reich an Geschichte und voller Potenzial – der Rangierbahnhof Hamm. Geprägt wurde dieser in der Vergangenheit von vielen Höhen und Tiefen. Doch was macht den ehemaligen Verschiebebahnhof so besonders und warum soll genau dieser das Herzstück nachhaltiger Logistik werden?

Größter Rangierbahnhof Europas

Der RBF Hamm hat eine lange, bewegende Geschichte, die vor ihrem nächsten Kapitel steht.  

Um 1920 galt er als größter Verschiebebahnhof Europas, der durch den zweiten Weltkrieg jedoch massiv in Mitleidenschaft gezogen wurde. Auch der Wiederaufbau und nachträgliche Modernisierungsarbeiten konnten das Vorkriegsniveau des RBF nicht wiederherstellen. 1999 wurde aufgrund mangelnder Auslastung die Stilllegung beschlossen. Seitdem wurden stillgelegte Rangiergruppen nur noch zu Abstellzwecken ausgemusterter Reisezugwagen genutzt. Was bleibt, ist eine bahngewidmete Fläche, die nur noch in geringem Umfang genutzt wird. Das soll sich ändern.

Ein Standort mit Zukunft

2022 wurde die Entwicklungsagentur für nachhaltigen Güterverkehr gegründet, um dem Areal als Wegbereiter neues Leben einzuhauchen. Dabei gilt es, den Herausforderungen unserer Zeit gerecht zu werden:

  • CO2-Emissionen belasten das Klima und treiben den Klimawandel weiter voran
  • wachsende Güterverkehrsströme überlasten Straßen und Autobahnen
  • eine immer digitaler werdende Welt braucht besser vernetzte Infrastrukturen

Ein moderner Logistikknotenpunkt, der Schiene, Wasserwege und Straßennetz miteinander verbindet, soll Teil der Lösung werden.

Damit wird die Möglichkeit geschaffen, das Konzept des kombinierten Verkehrs abzubilden. Das bedeutet, dass der Großteil der Strecke, die Güter vom Sender zum Empfänger zurücklegen, über die Schiene oder über Wasserwege verläuft. Lediglich der Vorlauf, also beispielsweise vom Händler zum Umschlagspunkt, sowie der Nachlauf, also vom nächsten Umschlagspunkt zum Kunden, soll via LKW stattfinden. Dabei verlassen die Güter niemals den Container, sodass schnell und problemlos auf verschiedene Transportmittel umgeschlagen werden kann.

Vor Ort sollen innovative Lösungen dazu beitragen, den Multi Hub zukunftsfähig zu gestalten. Dabei soll der Fokus unter anderem auf der Schaffung klimaschonender Logistik, effizienter Prozesse und digitaler Lösungsansätze liegen – die beste Voraussetzung für ein Herzstück nachhaltiger Logistik.